Key Facts

2017

Die Gesamtteilnehmerzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,93 % leicht zurückgegangen. Der Anteil der Schüler an der Gesamtzahl der Teilnehmer ist mit 58,25 % deutlich größer als der der Erwachsenen mit nur 41,75 %. Durchschnittlich dauerte eine Sprachreise 14 Tage und kostete 1.349 Euro.

Sprachen

Englisch behauptet mit 79,95 % aller gebuchten Sprachreisen weiterhin unangefochten seinen Spitzenplatz als wichtigste Zielsprache. Im Vergleich zum Vorjahr ist das jedoch ein Rückgang um 2,50 Prozentpunkte. Während Englisch-Sprachreisen bei den Erwachsenen 58,10 % ausmachen, liegt der Anteil bei den Jugendlichen bei 93,23 %.

Im Erwachsenenbereich hat sich Spanisch mit 18,20 % (+3,67) als zweitwichtigste Zielsprache vor Französisch mit 8,95 % (+1,56) und Italienisch mit 6,16 % (+2,24) etabliert. Das Interesse an Chinesisch und an Russisch ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht angestiegen. Ein Trend lässt sich bei diesen Sprachen jedoch aufgrund der immer noch geringen Teilnehmerzahlen am Gesamtvolumen nicht erkennen. Sprachen wie Japanisch, Arabisch oder Türkisch nehmen mit 6,72 % im Erwachsenenbereich, was ein Plus von 1,27 Prozentpunkten zum Vorjahr bedeutet, nach wie vor nur eine Nischenposition ein.

Für Schüler ist nach Englisch mit 93,23 % Französisch die zweitwichtigste Sprache mit 3,74 %, gefolgt von Spanisch mit 1,79 %. Andere Sprachen spielen bei Schülern nur eine sehr geringe Rolle.

Verteilung nach
Sprachen
in %
Erwachsene Schüler Gesamt
2016 2015 Verän-
derung
2016 2015 Verän-
derung
2016 2015 Verän-
derung
Englisch 58,10 67,56 -9,46 93,23 92,95  0,28 79,95 82,45 -2,5
Spanisch 18,20 14,53  3,67 1,79 1,33  0,46 9,86 6,79  3,07
Französisch 8,95 7,39  1,56 3,74 3,17  0,57 6,30 4,92  1,38
Italienisch 6,16 3,92  2,24 0,22 0,08  0,14 3,14 1,67  1,47
Chinesisch 0,85 0,53  0,32 0,00 0,01 -0,01 0,42 0,23  0,19
Russisch 1,03 0,61  0,42 0,01 0,08 -0,07 0,51 0,30  0,21
andere 6,72 5,45  1,27 1,01 2,38 -1,37 3,82 3,65  0,17

Zielgebiete

Was die Zielgebiete betrifft, hält Großbritannien mit insgesamt 45,36 % unangefochten den Spitzenplatz. Ein gutes Fünftel (22,03 %) aller Erwachsenen und fast zwei Drittel aller Jugendlichen (65,49 %) fuhren nach Großbritannien. Dies bedeutet jedoch einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 3,14 Prozentpunkte.

Malta bleibt mit 15,55 % aller Teilnehmer, was ein Plus von 2,62 Prozentpunkten ausmacht, das zweitbeliebteste Sprachreiseziel und wurde als klimatisch begünstigte Ganzjahresdestination von 17,33 % der Erwachsenen und 14,02 % der Schüler favorisiert.
Weitere beliebte Zielgebiete sind Spanien (7,78 %), Frankreich
(7,54 %), USA (3,70 %), Italien (3,05 %), Irland (2,74 %) und Kanada (2,10 %). Im Vergleich zum Vorjahresniveau haben sich weniger Teilnehmer für die USA (minus 1,21 Prozentpunkte), jedoch mehr Teilnehmer für Kanada (plus 0,50 Prozentpunkte) entschieden. Die Nachfrage nach Sprachcamps für Schüler in deutschsprachigen Ländern ist mit 4,76 % noch immer hoch.

Verteilung nach Zielgebieten in %
Erwachsene
Schüler
Gesamt
2016 2015 Verän-
derung
2016 2015 Verän-
derung
2016 2015 Verän-
derung
Großbritannien 22,03 24,41 -2,38  65,49  62,69  2,8  44,85  47,99 -3,14
Irland 4,71 4,94 -0,23  1,05  1,70 -0,65  2,71  2,95 -0,24
USA 6,00 10,31  1,72  1,72  1,48  0,24  3,66  4,87 -1,21
Kanada 3,78 3,67  0,11  0,65  0,28  0,37  2,08  1,58  0,5
Australien 3,68 3,89 -0,21  0,05  0,03  0,02  1,71  1,51  0,2
Neuseeland 1,92 1,79  0,13  0,00  0,00  0,00  0,88  0,69  0,19
Südafrika 1,72 1,60  0,12  0,04  0,00  0,04  0,81  0,62  0,19
Malta 17,33 17,67 -0,34  14,02  9,69  4,33  15,38  12,76  2,62
Frankreich 10,03 7,34  2,97  5,15  2,75  2,4  7,46  5,51  1,95
Spanien 12,81 10,60  2,21  3,44  1,11  2,33  7,70  4,75  2,95
Lateinamerika 5,54 4,04  1,50  0,06  0,01  0,05  2,57  1,56  1,01
Italien 6,32 4,01  2,31  0,22  0,07  0,15  3,01  1,58  1,43
China 0,89 0,54  0,35  0,00  0,01 -0,01  0,41  0,22  0,19
Russland 1,01 0,53  0,48  0,01  0,08 -0,07  0,47  0,25  0,22
deutschsprachige Länder* 0,00 0,01  -0,01  4,76  8,55 -3,79  4,76  5,27 -1,61
andere Länder 1,95 4,67 -2,72  3,33  11,53 -8,2  2,55  8,89 -6,23
* Fremdsprachige Sprach- und Lerncamps für deutsche Schüler innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Aufenthaltsdauer

Die durchschnittliche Dauer einer Sprachreise beträgt zwei Wochen (2,06 Wochen). Für Fernziele wie Australien, Neuseeland oder Südafrika werden hingegen mindestens drei bis vier Wochen veranschlagt. In den deutschsprachigen Ländern verweilen die Teilnehmer durchschnittlich nur eine Woche. Hier macht, abgesehen von der sehr jungen Zielgruppe dieser Programme, die meist kurze und unkomplizierte Anreise einen Aufenthalt auch schon ab einer Woche attraktiv. In Großbritannien sind die Teilnehmerzahlen zwar um 3,14 Prozentpunkte zurückgegangen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich jedoch etwas verlängert.

Aufenthaltsdauer
in den Zielgebieten
Durchschnittswert
in Wochen
2016 2015
Gesamt 2,06 1,93
Großbritannien 1,83 1,76
Irland 2,34 1,69
USA 3,32 3,54
Kanada 3,98 3,95
Australien 4,08 3,44
Neuseeland 4,03 3,74
Südafrika 3,67 2,76
Malta 1,86 1,95
Frankreich 2,00 1,95
Spanien 2,14 2,42
Lateinamerika 2,44 2,65
Italien 1,74 2,01
China 4,14 3,90
Russland 2,20 2,31
deutschspr. Länder 1,22 0,52
Andere Zielgebiete 2,07 2,14

Altersgruppe

Der Anteil der Schülersprachreisen an der Gesamtzahl der Teilnehmer ist mit
58,25 % deutlich größer als der Anteil der Erwachsenen mit nur 41,75 %. Der Anteil der männlichen bzw. weiblichen Teilnehmer ist bei den Schüler- und Erwachsenen-Sprachreisen mittlerweile ziemlich ausgewogen.

Was die Verteilung der Altersgruppen betrifft, so waren 46,71 % aller Teilnehmer zwischen 14 und 17 Jahre alt. Der Anteil der 18- bis 30-Jährigen lag bei 21,05 % und die Zielgruppe 50-Plus lag bei 6,26 %. Einen wohl ersten Sprachaufenthalt traten 11,54 % in der Altersgruppe der 6- bis 13-Jährigen an. Die größten Zuwächse gab es bei der Altersgruppe der 31- bis 49-Jährigen von 24,27 % und der 14- bis 17-Jährigen von 4,66 %. Von den Sprachreiseteilnehmern in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen nahmen im Durchschnitt 7,19 % an Erwachsenen-Kursen teil.

 

Übersicht der Altersgruppen in %
6 bis 13 Jahre 11,54
14 bis 17 Jahre 46,71
18 bis 30 Jahre 21,05
31 bis 49 Jahre 14,44
50 plus Jahre 6,26

Kursarten & Programmangebote

Neben den klassischen Kursarten wie Ferien-, Standard-, Intensiv- oder Businesskursen gibt es eine Vielzahl an speziellen Kursangeboten. Besonders stark haben die Angebote im Bereich Abiturvorbereitung, Work & Travel, Freiwilligenarbeit und bei den Internatsaufenthalten zugenommen.

Spezielle Kursangebote der Veranstalter in %
2016 2015
Abiturvorbereitungskurse 83,33 77,27
Prüfungsvorbereitungskurse 87,50 81,82
Universitätsvorbereitungskurse 33,33 36,36
Sprachkurs mit Sport-/Kulturprogramm 91,67 95,45
Work & Travel 37,50 31,82
Freiwilligenarbeit/ Volunteering 50,00 45,45
Praktikumsprogramme 54,17 63,64
50-plus-Kurse 54,17 54,55
Internatsaufenthalte (mit Sprachkurs
und Sportprogramm während der Ferien)
62,50 40,91

Reklamationsquote

Erfreulich niedrig ist die Reklamationsquote von nur 0,94 % – insbesondere wenn man die komplexen Reiseleistungen berücksichtigt. Neben den allgemeinen Reiseleistungen spielen beispielsweise die positiven Erfahrungen der Unterbringung in Privatunterkünften sowie die Zufriedenheit mit dem Sprachunterricht und den Lehrkräften eine große Rolle.

Marketing

Für die Vermarktung der Sprachreiseprodukte gaben die Unternehmen in 2016 durchschnittlich 38,10 % für die Offline-Werbung aus. Darin enthalten sind beispielsweise Druckkosten für Werbematerialien, Kosten für Messeauftritte oder Anzeigenwerbung. Für die Online-Werbung gaben die befragten Unternehmen zwei Drittel ihres Werbebudgets (66,67 %) aus. Über eine Online-Präsenz verfügen alle befragten Anbieter. Gut ein Zehntel (12,50 %) der Sprachreise-Veranstalter betreibt keine Offline-Werbung mehr.

Es wurden durchschnittlich zwei Katalogtitel pro Anbieter mit 132 Katalogseiten pro Titel produziert. Das ist im Durchschnitt ein Katalog pro Anbieter weniger, als im Vorjahr. Die Seitenzahl der Kataloge ist jedoch um 12,82 % gestiegen. Es lässt sich daher vermuten, dass manche Sonderformate, die in 2015 in einem separaten Katalog präsentiert wurden, in 2016 wieder im Hauptkatalog ausgeschrieben wurden.

Hier gelangen Sie zu den Trends für 2017

Für mehr Hintergrundinformationen und bei Fragen zur Marktanalyse wenden Sie sich bitte direkt an den FDSV