Trends und Ausblicke

2016

TrendsGute Sprachkenntnissen sind eine wichtige Voraussetzung für die berufliche Qualifikation und Karriereplanung. Auch im Schülerbereich investieren Eltern vermehrt in die Aus- und Weiterbildung ihrer Kinder und ermöglichen ihrem Nachwuchs schon früher erste Auslandserfahrungen in Form einer Sprachreise. Eine Verbesserung der Qualifikation vor allem in Englisch steht nach wie vor im Vordergrund. Neben den individuellen Sprachreiseangeboten steigt das Interesse an Sprachreise-Sonderformaten wie beispielsweise Abiturvorbereitungskursen, Freiwilligenarbeit, Praktikumsprogrammen oder Work & Travel bei der Altersgruppe der 14- bis 30-Jährigen um 5,04 %. Durch diesen Trend steigt auch die Attraktivität von asiatischen und afrikanischen Ländern auf 8,89 %, was eine Steigerung der Nachfrage um 7,91 % ausmacht.

Während Großbritannien einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 5,51 % verzeichnet, was sicherlich auf den hohen Wechselkurs des Britischen Pfund zurückzuführen ist, kann Irland im Gegenzug leichte Zuwächse verbuchen. Mit nur 2,95 % Anteil am Gesamtvolumen ist hier noch viel Potenzial. Interessant ist vor allem das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Euro-Land verfügt Irland über vergleichsweise günstige Preise im Gegensatz zu Großbritannien oder den US-Dollar-Ländern.

Gefragt sind außerdem die Sprachcamp-Angebote für Schüler in Deutschland. So bieten einige Sprachreiseunternehmen in den Schulferien Englisch oder Französischsprachkurse an interessanten Orten in Deutschland an. Die Camp- Sprache ist aufgrund der internationalen Gruppe meist Deutsch und Englisch. Diese Angebote stellen nicht nur für jüngere Teilnehmer oder für kurze Aufenthalte eine gute Alternative zur klassischen Sprachreise im Ausland dar, sondern bieten auch ein interessantes Preis-Leistung-Verhältnis. Zusätzlich spielen der Sicherheitsaspekt der unkomplizierten Anreise und die Nähe zum Heimatort für einige Eltern eine wichtige Rolle.

Nach zufriedenstellenden Vorjahresergebnissen rechnen die Mitgliedsunternehmen des Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter e.V. (FDSV) auch für 2016 mit stabilen Zahlen. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage geht der Trend jedoch zu kurzfristigeren Buchungen – die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.