Ehepaar Staedtereisen

Ergebnisse der Sprachreisen-Marktanalyse 2018

Die Sprachreisen Branche verzeichnet steigende Umsätze bei rückläufigen Teilnehmerzahlen. Großbritannien steht trotz Brexit-Verhandlungen weiter hoch im Kurs und die Nachfrage nach Französisch und Spanisch steigt in Folge.

Die aktuellen Ergebnisse der Sprachreisen-Marktanalyse, die der Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV) in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn durchgeführt hat, spiegeln die Marktzahlen des Geschäftsjahres 2017 wieder. 26 Sprachreise-Veranstalter haben an der repräsentativen Umfrage teilgenommen.

Nach neuesten Erkenntnissen schätzt der FDSV die Anzahl der Anbieter von Sprachreisen in Deutschland auf ca. 100. Nur die Hälfte davon sind professionelle Veranstalter, die dem deutschen Reiserecht unterliegen und über die gesetzlich vorgeschriebene Konkursausfallversicherung verfügen. Der Rest der Anbieter ist lediglich als Vermittler tätig und übernimmt keine Haftung für die gebuchten Reisen.

Der FDSV geht in 2017 von zirka 145.000 Sprachreisenden pro Jahr aus Deutschland aus. Diese Hochrechnung basiert auf den Daten der aktuellen Markterhebung.

Die Gesamtteilnehmerzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 12,17 % zurückgegangen. Der Umsatz konnte hingegen um
16,44 % gesteigert werden. Der Anteil der Schüler an der Gesamtzahl der Teilnehmer ist mit 59,51 % größer als der der Erwachsenen mit 40,48 %.

Wichtigste Zielsprache bleibt weiterhin Englisch mit 75,34 % aller gebuchten Sprachreisen. Während Englisch-Sprachreisen bei den Erwachsenen 57,16 % ausmachen, liegt der Anteil bei den Jugendlichen bei 90,87 %.

Was die Zielgebiete betrifft, so konnte Großbritannien trotz Brexit-Verhandlungen seine Ergebnisse um 5,21 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr steigen und halt mit insgesamt 48,02 %, unangefochten den Spitzenplatz. Ein Fünftel (21,83 %) aller Erwachsenen und zwei Drittel aller Jugendlichen (70,70 %) fuhren nach Großbritannien.

Für Schüler ist nach Englisch mit 90,87 % Französisch die zweitwichtigste Sprache mit 4,26 %, gefolgt von Spanisch mit 2,23 %. Andere Sprachen spielen bei Schülern nur eine sehr geringe Rolle.

Bei den Erwachsenen wurde neben Englisch ebenfalls Französisch und Spanisch verstärkt nachgefragt. Was die Zielsprache Englisch betrifft, so konnten Irland, Kanada u nd Südafrika einer Steigerung verzeichnen.Russisch und Chinesisch, aber auch alle anderen Sprachen wie Japanisch, Arabisch oder Türkisch nehmen mit insgesamt nur 2,95 % nach wie vor eine Nischenposition ein.

Die Dauer und der Preis einer Sprachreise liegen bei durchschnittlich zwei Wochen und 1.512 €.

Was die Verteilung der Altersgruppen betrifft, so waren 48,92 % aller Teilnehmer zwischen 14 und 17 Jahre alt. Der Anteil der 18- bis30-Jährigen lag bei 18,52 %, der der 31- bis 29-Jährigen bei 12,61 % und die Zielgruppe 50-Plus lag bei 9,35 %. Einen wohl ersten Sprachaufenthalt traten 10,59 % in der Altersgruppe der 6- bis 13-Jährigen an.

Im FDSV sind führende deutsche Sprachreise-Veranstalter zusammengeschlossen, die sich den strengen Qualitätsrichtlinien des Verbands verpflichtet haben und regelmäßig von einem unabhängigen Beirat überprüft werden. Der Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter e.V. kümmert sich um die Qualitätssicherung und prüft die Einhaltung der FDSV-Richtlinien.

Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse der Sprachreisen-Marktanalyse.