Teilnehmerzahlen steigen deutlich und Malta gewinnt wieder an Attraktivität

Der Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter und Sprachschulen (FDSV) veröffentlicht die aktuellen Ergebnisse seiner Marktanalyse für das Geschäftsjahr 2025. Die Branche zeigt insgesamt eine positive Entwicklung, gleichzeitig aber auch klare Veränderungen im Buchungs- und Nachfrageverhalten.

Im Jahr 2025 steigerten die Mitgliedsunternehmen des FDSV ihre Teilnehmerzahlen deutlich um 44,20 %, während der Gesamtumsatz um 4,63 % zurückging. Dies weist auf strukturelle Veränderungen hin, insbesondere auf die zunehmende individuelle Buchung von Unterkünften.

Die durchschnittliche Reisedauer lag bei gut 12 Tagen und der Durchschnittspreis sank um 33,87 % auf 910 Euro. Minderjährige dominierten den Markt mit 64,89 %, während Erwachsene 35,11 % ausmachten.

Englisch blieb mit 67,88 % die wichtigste Zielsprache, verlor jedoch leicht an Anteil. Gleichzeitig gewannen andere Sprachen an Bedeutung: Bei Erwachsenen folgen Spanisch mit 25,47 %, Französisch mit 18,59 % und Italienisch mit 8,39 %. Im Schülerbereich blieb Englisch mit 87,48 % klar führend und Spanisch legte auf 6,69 % zu.

Für 2026 erwartet der FDSV eine weiterhin stabile Entwicklung. Die Nachfrage konzentriert sich verstärkt auf europäische Ziele, auch aus Nachhaltigkeitsgründen.

Neben den klassischen Standardangeboten entwickeln die Veranstalter ihr Portfolio kontinuierlich weiter. Insbesondere Bildungsurlaub, Prüfungsvorbereitungskurse sowie kombinierte Programme aus Sprache und Sport wurden gezielt ausgebaut.

Gleichzeitig gewinnen europäische Destinationen, insbesondere Malta, deutlich an Attraktivität, während Fernreisen weiterhin durch steigende Kosten und geopolitische Unsicherheiten beeinflusst werden.

Insgesamt rechnet der FDSV auch 2026 mit stabilen Buchungszahlen und einer anhaltend hohen Nachfrage. Sprachreisen bleiben damit ein wichtiger Baustein für Spracherwerb und interkulturelle Erfahrungen.

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.